Leckere Äpfel statt kahler Baum? Den Apfelwickler biologisch bekämpfen

Leckere Äpfel statt kahler Baum? Den Apfelwickler biologisch bekämpfen

Sind Sie stol­zer Besit­zer eines Apfel­bau­mes mit vie­len lecke­ren Äpfeln? Oder haben Sie in Ihrem Gar­ten ande­re Obst­bäu­me wie Bir­ne, Pflau­me oder Kir­sche? Viel­leicht haben Sie schon ein­mal herz­haft in einen Apfel oder eine ande­re Frucht gebis­sen, und Sie hat eine ver­dutz­te klei­ne Rau­pe ange­schaut. Dann haben Sie wahr­schein­lich gera­de mit der Apfel­wick­ler Lar­ve Bekannt­schaft gemacht. Hof­fent­lich hat die­se klei­ne Obst­ma­de nicht schon zu gro­ßen Scha­den angerichtet.

Gesunde Äpfel erneten, den Apfelwickler biologisch bekämpfen

Eine ertrag­rei­che Ern­te ohne Obst­ma­den [Foto: photosvit/istockphoto.com]

Glück­li­cher­wei­se gibt es eini­ge Mög­lich­kei­ten, um die­sen Schäd­ling mit bio­lo­gi­schen Mit­teln erfolg­reich zu bekämp­fen. Dafür soll­ten Sie die­ses ver­fres­se­ne Kerl­chen erst ein­mal bes­ser ken­nen ler­nen. Unser Rat­ge­ber ver­mit­telt Ihnen vie­le wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen rund um das The­ma Apfel­wick­ler: Aus­se­hen, Ent­wick­lung, Schad­bild und eine erfolg­rei­che Bekämp­fungs­stra­te­gie gegen den Apfel­wick­ler mit natür­li­chen, bio­lo­gi­schen Methoden.

Was ist ein Apfelwickler?

Ein klei­nes Loch im Apfel, viel­leicht schaut dort sogar ein klei­nes Köpf­chen her­aus. Da ist doch der Wurm drin! Was sich da in Ihrem Apfel ein­ge­nis­tet hat, ist jedoch kein „Wurm“. Son­dern es ist die Lar­ve bzw. Rau­pe eines klei­nen Schmet­ter­lings, dem Apfel­wick­ler (Cydia pomo­nella). Die­se Lar­ve wird auch Obst­ma­de genannt. Sie ist welt­weit der bedeu­tends­te tie­ri­sche Schäd­ling an Obst­bäu­men.

Apfel­wick­ler wer­den zu den Nacht­fal­tern gezählt. Genau­er gesagt gehö­ren sie zur Fami­lie der Wick­ler (Tor­tri­ci­dae). Aus die­ser Fami­lie stam­men vie­le gefürch­te­te Schäd­lin­ge wie Pflau­men­wick­ler, Trau­ben­wick­ler, Frucht­scha­len­wick­ler oder Erb­sen­wick­ler.

Wie sieht der Apfelwickler aus? Wie erkenne ich ihn?

Der aus­ge­wach­se­ne, etwa 1 cm lan­ge Fal­ter (Spann­wei­te 2 cm) ist braun-grau. Sei­ne Vor­der­flü­gel sind zusätz­lich mit hell­grau­en Strei­fen gebän­dert. Auf­fäl­lig ist der kup­fer­far­be­ne Fleck am unte­ren Rand. Im Flug fal­len die beige­far­be­nen Hin­ter­flü­gel auf, die beim ruhen­den Fal­ter unter den Vor­der­flü­geln ver­bor­gen bleiben.

Aussehen des Apfelwickler-Falters

Apfel­wick­ler-Fal­ter sind gut am kup­fer­far­be­nen Flü­gel-Fleck zu erken­nen [Foto: Tomasz Klejdysz/istockphoto.com]

Die Lar­ve des Apfel­wick­lers ist weiß-gelb­lich und anfangs nur 2 mm klein. Sie besitzt Füß­chen, einen dun­kel­brau­nen Kopf mit Nacken­schild sowie brau­ne War­zen an den Haar­an­sät­zen. In der wei­te­ren Ent­wick­lung wird die Rau­pe immer röt­li­cher und erreicht eine Grö­ße von bis zu 2 cm.
Apfelwickler-Larven in einem aufgeschnittenen Apfel mit Fraßgang

Apfel­wick­ler-Lar­ven füh­len sich in Äpfeln pudel­wohl [Foto: Ander­matt Bio­gar­ten AG]

Welche Obstbäume befällt der Apfelwickler?

Trotz sei­nes Namens befällt der Apfel­wick­ler nicht nur Apfel­bäu­me. Häu­fig ernäh­ren sich die Obst­ma­den auch von Bir­ne und Wal­nuss. In wär­me­ren Gegen­den wer­den gele­gent­lich auch

  • Apri­ko­se
  • Edel­kas­ta­nie
  • Fei­ge
  • Kir­sche
  • Pfir­sich
  • Pflau­me
  • Quit­te und
  • Weiß­dorn

als Nah­rung genutzt.

Wie können Sie einen Befall Ihres Apfelbaums durch Obstmaden erkennen?

Schadbild der Obstmade

Hier hat sich eine Obst­ma­de in einen Apfel gefres­sen [Foto: Ander­matt Bio­gar­ten AG]

Wich­tigs­tes Erken­nungs­merk­mal für einen Apfel­wick­ler-Befall sind die weni­ge Mil­li­me­ter gro­ßen und mit einem röt­li­chen Hof umge­be­nen Fraß­lö­cher an den Äpfeln. Denn die Obst­ma­de ernährt sich vom Frucht­fleisch und dem Kern­ge­häu­se der Äpfel. Dazu frisst sie sich einen Gang bis in das Frucht­in­ne­re, wo sie lebt und sich weiterentwickelt.

Die Fraß­lö­cher befin­den sich ent­we­der direkt auf der Scha­le oder in der Kelch­gru­be der Äpfel. Häu­fig sind an den Fraß­lö­chern noch bräun­li­che Krü­mel erkenn­bar. Das ist der Kot der Rau­pe, der über das Fraß­loch abge­ge­ben wird.

Ein wurm­sti­chi­ger Apfel mit Kot­spu­ren am Frass­loch [Foto: Agrinova GmbH]

Wenn Sie einen sol­chen Apfel auf­schnei­den, dann kön­nen Sie den Fraß­gang und viel­leicht auch die Obst­ma­de selbst im Apfel erken­nen. Wurm­sti­chi­ge Äpfel las­sen sich viel leich­ter vom Baum pflü­cken oder fal­len schon vor­zei­tig ab.

Die Lar­ve des Apfel­wick­lers kann gro­ße Schä­den an Ihren Äpfeln ver­ur­sa­chen [Foto: Agrinova GmbH]

Weni­ger auf­fal­lend sind die erwach­se­nen Fal­ter. Die­se ver­ste­cken sich tags­über am Baum und sind erst zur Abend­däm­me­rung aktiv. Den­noch ist gera­de die Ent­de­ckung die­ser geschlechts­rei­fen Fal­ter wich­tig. Denn Sie soll­ten den Apfel­wick­ler sofort bekämp­fen, wenn die Fal­ter ihre Eier an der Frucht abge­legt haben und die Rau­pen geschlüpft sind.

So kön­nen Sie schon die ers­te Fal­ter­ge­ne­ra­ti­on abweh­ren. Opti­ma­le Bedin­gun­gen für einen Fal­ter­flug sind feucht-war­me (ab 20 °C) und wind­stil­le Aben­de ab Ende April bis in den Sep­tem­ber. Zu die­ser Zeit las­sen sich die erwach­se­nen Fal­ter gut mit Phe­ro­mon­fal­len nachweisen.

Schau­en Sie sich die Blät­ter oder die Früch­te sehr genau an. Dort kön­nen Sie mit etwas Glück (oder auch Pech) 1 mm klei­ne wei­ße, durch­schei­nen­de Pünkt­chen erken­nen. Das kön­nen Eier des Apfel­wick­lers sein.

Ver­wechs­lungs­ge­fahr: Es gibt auch noch die Apfel-Gespinst­mot­te (Ypo­nom­eu­ta mali­nel­lus), eben­falls ein gefürch­te­ter Schäd­ling an Apfel­bäu­men. Einen Befall mit die­sem Fal­ter kön­nen Sie aber gut anhand der silb­rig glän­zen­den Gespins­te an den Blät­tern erken­nen. Solch ein Netz aus Sekret­fä­den wird vom Apfel­wick­ler nicht hergestellt.

Lebenszyklus des Apfelwicklers

Dass sich ein Schmet­ter­ling von einer (häu­fig unan­sehn­li­chen, manch­mal aber doch sehr hüb­schen) Rau­pe zu einem bezau­bern­den Schmet­ter­ling ent­wi­ckelt, ist Jedem bekannt. Die­se soge­nann­te Meta­mor­pho­se durch­lau­fen auch Apfelwickler.

Entwicklungszyklus vom Apfelwickler

Das Apfel­wick­ler-Jahr beginnt mit einem Fal­ter. Wenn der Früh­ling mit ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren Ein­zug erhält, dann wird aus einer im Kokon über­win­ter­ten Rau­pe ein erwach­se­ner Fal­ter. Ab Ende April flie­gen die geschlechts­rei­fen männ­li­chen und weib­li­chen Fal­ter, um sich fort­zu­pflan­zen. Das Weib­chen wird begat­tet und bil­det 30 bis 60 Eier aus. Die­se Eier wer­den an den Blät­tern oder spä­ter im Jahr an den unrei­fen Früch­ten der Obst­bäu­me abge­legt.

Nach 1 bis 2 Wochen schlüp­fen die Lar­ven aus den Eiern und suchen sich eine lecke­re Frucht. In die­se fres­sen sie sich hin­ein, was die cha­rak­te­ris­ti­schen Fraß­lö­cher ent­ste­hen lässt. 3 bis 4 Wochen lang fres­sen sich die Rau­pen am Obst satt und wach­sen her­an.

Am Ende sind die Rau­pen bereit, sich in einen erwach­se­nen Fal­ter zu ver­wan­deln. Sie wan­dern als dicke Rau­pen aus der Frucht zum Stamm und suchen sich ein Ver­steck unter der Baum­rin­de (Bor­ken­schup­pen). Dort spin­nen sie sich in einen Kokon ein, um sich zur Pup­pe zu ent­wi­ckeln. Die Pup­pe braucht noch ein­mal 2 bis 3 Wochen Ruhe, um als geschlechts­rei­fer Fal­ter (Ima­go) aus ihrem Kokon zu schlüp­fen. Nun kann der Zyklus von Neu­em beginnen.

Ins­ge­samt braucht ein Apfel­wick­ler vom Ei zum aus­ge­wach­se­nen Fal­ter maxi­mal 9 Wochen. Wenn also die ers­ten Fal­ter im April bis Mai ihre Eier abge­legt haben, dann kann die nächs­te Gene­ra­ti­on an geschlechts­rei­fen Tie­ren schon im Juli bis August auf­tre­ten. Stim­men die Tem­pe­ra­tu­ren (für eine unge­stör­te Ent­wick­lung dür­fen die Außen­tem­pe­ra­tu­ren 15 °C nicht unter­schrei­ten), dann wird die­se zwei­te Gene­ra­ti­on wie­der Eier ablegen.

So ist das bei uns in Deutsch­land der Fall, hier bil­det der Apfel­wick­ler zwei Gene­ra­tio­nen pro Jahr aus. Teil­wei­se kön­nen sich in wär­me­ren Regio­nen, wie in Süd­ba­den, sogar drei Gene­ra­tio­nen pro Jahr entwickeln.

Die zwei­te Gene­ra­ti­on hat ab August meis­tens nicht mehr genü­gend Zeit, um noch­mals eine kom­plet­te Ver­wand­lung zum erwach­se­nen Fal­ter durch­zu­lau­fen. Ab Tem­pe­ra­tu­ren unter 10 °C ist Schluss mit dem Wach­sen. Des­halb treibt es die Rau­pen irgend­wann aus ihren Früch­ten her­aus. Sie machen sich bereit für die Über­win­te­rung, indem sie sich ent­we­der unter der Baum­rin­de oder im Boden ver­ste­cken. Dort spin­nen sie sich zusätz­lich in einen Kokon ein, der sie vor den Unbil­den des Win­ters schützt und ver­har­ren, bis sich der wär­men­de Früh­ling zeigt.

Wie gefährlich ist der Apfelwickler?

Apfel­wick­ler über­tra­gen kei­ne Krank­hei­ten. Der befal­le­ne Baum stirbt auch nicht ab. Des­halb geht grund­sätz­lich von die­sem Fal­ter kei­ne „Gefahr“ aus. Aller­dings kön­nen sie beträcht­li­che Ern­te­ein­bu­ßen erzeu­gen. Es kann für Sie bit­ter sein, wenn die unrei­fen Äpfel plötz­lich abfal­len und sich Maden in Ihren Äpfeln befin­den. Dann müs­sen Sie vie­le Ihrer sorg­sam geheg­ten Äpfel wegschmeißen.

Die ers­te Rau­pen-Gene­ra­ti­on des Apfel­wick­lers befällt unrei­fe Äpfel und kann Frucht­fall aus­lö­sen. Dadurch kann es im Extrem­fall zu einem kom­plet­ten Ern­te­aus­fall kom­men. Auch die zwei­te Gene­ra­ti­on rich­tet gro­ßen Scha­den an. Auch wenn die Äpfel im Spät­som­mer schon rei­fer sind, kann es zum vor­zei­ti­gen Frucht­ab­fall kommen.

Selbst wenn die Äpfel nicht vom Baum fal­len, haben Apfel­wick­ler einen enor­men Hun­ger. Die Fraß­schä­den am Frucht­fleisch und am Kern­ge­häu­se kön­nen groß sein. Durch Weg­schnei­den der ver­faul­ten und unan­sehn­li­chen Stel­len kann der rest­li­che Apfel noch ver­wer­tet wer­den. Aller­dings ekeln sich vie­le Men­schen allein vor dem Gedan­ken, dass dort „ein Wurm drin“ war.

Apfelwickler vorbeugen

Der Schutz Ihrer Obst­bäu­me fängt bei der Vor­beu­gung an, damit der Apfel­wick­ler nicht zu einem Pro­blem wird. Denn Vor­beu­gen ist bes­ser als hei­len. Beim Apfel­wick­ler kann man einen Befall sel­ten kom­plett ver­hin­dern. Vor­beu­gen­de Maß­nah­men redu­zie­ren den Befalls­druck und den Scha­den. Hat sich der Schäd­ling den­noch in Ihren Obst­bäu­men ein­ge­nis­tet, dann müs­sen Sie Bekämp­fungs­maß­nah­men ergreifen.

Fol­gen­de Maß­nah­men soll­ten Sie durch­füh­ren, auch wenn noch kein Apfel­wick­ler in Sicht ist.

Bäume abschütteln und nach Larven absuchen

Da die Lar­ven den Win­ter geschützt in Kokons unter der Baum­rin­de ver­brin­gen, soll­ten Ihre Bäu­me im Win­ter bis in den Früh­ling regel­mä­ßig geschüt­telt wer­den. Dabei fal­len vie­le Lar­ven vom Baum ab. Die Lar­ven soll­ten Sie auf­sam­meln und ver­nich­ten. Eine Folie oder Pla­ne unter den Baum wird Ihnen das Auf­sam­meln erleichtern.

Suchen Sie die Stäm­me der Bäu­me zusätz­lich nach Lar­ven-Kokons ab und ent­fer­nen Sie die­se. Erleich­tern kön­nen Sie sich die Arbeit durch Abbürs­ten der Stäm­me. Gera­de bei älte­ren Bäu­men, die nicht mehr geschüt­telt wer­den kön­nen, ist die­se Metho­de erfolgreich.

Früchte anschauen und bei Befall entsorgen

Wenn Ihre Obst­bäu­me kräf­tig wach­sen, dann inspi­zie­ren Sie die­se eben­falls auf jeg­li­che Anzei­chen von Apfel­wick­lern (Fraß­lö­cher, Eier, Kot­spu­ren). Eier kön­nen Sie zer­rei­ben, befal­le­ne Früch­te soll­ten sofort ent­fernt wer­den. Glei­ches gilt für abge­wor­fe­ne Früch­te. Damit ver­hin­dern Sie die wei­te­re Ent­wick­lung der Lar­ven zu adul­ten Faltern.

Nützlinge fördern heißt die Feinde des Apfelwicklers fördern

Apfel­wick­ler haben natür­li­che Fein­de wie Ohr­wür­mer (Ohren­knei­fer), Wan­zen, Schlupf­wes­pen sowie Vögel. För­dern Sie die­se Nütz­lin­ge, dann wer­den es Apfel­wick­ler viel schwe­rer haben.

Versteckmöglichkeiten beseitigen

Die Lar­ven suchen sich zur Ver­pup­pung geeig­ne­te Unter­schlup­fe außer­halb der Früch­te. Die­ses sind Spal­ten und Rit­zen am Baum­stamm direkt, aber auch in der Umge­bung der Bäu­me. Stütz­pfei­ler und Pfäh­le aus Holz oder Bam­bus sowie abge­schnit­te­nes Tot­holz in der Nähe bie­ten per­fek­te Ver­ste­cke. Des­halb soll­ten Sie Tot­holz ent­fer­nen, ris­si­ge Pfäh­le nach Lar­ven und deren Kokons absu­chen und auf Bam­bus kom­plett ver­zich­ten.

Künstliche Versteckmöglichkeiten schaffen

Sie kön­nen aber auch gezielt künst­li­che Ver­ste­cke schaf­fen und die dar­in über­win­tern­den Lar­ven ent­sor­gen. Legen Sie Tot­holz und Bam­bus­stä­be in der Nähe der Bäu­me aus. Wur­den die­se künst­li­chen Ver­ste­cke im Win­ter besetzt, dann kön­nen Sie das Holz entfernen.

Auch direkt am Baum­stamm oder an Stütz­pfei­lern kön­nen Sie mit Well­pap­pe per­fek­te Ver­ste­cke für Apfel­wick­ler bau­en (soge­nann­te Fang­gür­tel). Die­ses ist eine effek­ti­ve Metho­de zur Reduk­ti­on des Befalls. Die Röh­ren der Well­pap­pe wer­den von den Rau­pen ger­ne genutzt, um sich dort zu ver­krie­chen und zu ver­pup­pen. Neh­men Sie einen 20–30 cm brei­ten Strei­fen Well­pap­pe und wickeln Sie die­sen ein­mal kom­plett um den Stamm bzw. den Pfei­ler (die Län­ge der Pap­pe ent­spricht dem Umfang des Stammes/Pfeilers). Die Well­pap­pe soll­ten Sie Ende Juni anbrin­gen und im Win­ter wie­der ent­fer­nen.

Wann soll man Apfelwickler bekämpfen?

Haben Sie alle vor­beu­gen­den Maß­nah­men ergrif­fen? Hof­fent­lich konn­ten Sie so den Apfel­wick­ler von Ihren Obst­bäu­men wei­test­ge­hend fern­hal­ten. Jetzt müs­sen Sie acht­sam blei­ben, um einen mög­li­chen Befall Ihrer Obst­bäu­me recht­zei­tig im Jahr zu erken­nen. Schon im Früh­ling, bei mil­den Tem­pe­ra­tu­ren, gehen die ers­ten fort­pflan­zungs­fä­hi­gen Apfel­wick­ler auf Hoch­zeits­flug. Sie paa­ren sich und set­zen kurz dar­auf ihre Eier auf die Blät­ter der Obst­bäu­me ab.

Genau die­se geschlechts­rei­fen Fal­ter müs­sen Sie ent­de­cken. Also sei­en Sie ab Mit­te April wach­sam und plat­zie­ren Sie schon früh­zei­tig Apfel­wick­ler-Phe­ro­mon­fal­len zur Befalls­über­wa­chung in Ihre Obst­bäu­me. Damit stel­len Sie den ers­ten Fal­ter­flug im Jahr fest und ermit­teln somit den Paa­rungs­zeit­raum. Jetzt ken­nen Sie den opti­ma­len Zeit­punkt, um den Apfel­wick­ler mit geeig­ne­ten Spritz­mit­teln zu bekämpfen.

Entwicklungszyklus des Apfelwicklers im Jahresverlauf

Ent­wick­lungs­zy­klus des Apfelwicklers

 

Alter­na­tiv zu Phe­ro­mon­fal­len kön­nen Sie auch Gelb­ta­feln benut­zen. An den Kle­be­flä­chen der Gelb­ta­feln blei­ben Apfel­wick­ler kle­ben und kön­nen so nach­ge­wie­sen wer­den. Jedoch blei­ben auch ande­re flie­gen­de Insek­ten dar­an haf­ten. Des­halb emp­feh­len wir art­spe­zi­fi­sche Pheromonfallen.

Bekämpft wer­den haupt­säch­lich die Rau­pen des Apfel­wick­lers, und die­se idea­ler­wei­se als jun­ge Lar­ven der ers­ten Gene­ra­ti­on. Nach­dem die Eier Ende April bis Anfang Mai abge­legt wor­den sind, dau­ert es 8 – 21 Tage bis die ers­ten Lar­ven schlüp­fen. Die­ses ist der per­fek­te Zeit­punkt, um die Bekämp­fung mit geeig­ne­ten Mit­teln zu begin­nen. So kön­nen Sie auch die Ent­wick­lung der zwei­ten Gene­ra­ti­on weit­ge­hend verhindern.

Haben Sie die­sen Zeit­punkt ver­passt? Dann wird die erfolg­rei­che Bekämp­fung der ers­ten Fal­ter­ge­ne­ra­ti­on schwie­rig. Denn haben sich die Rau­pen erst ein­mal in die Frucht ein­ge­bohrt, sind alle Bekämp­fungs­stra­te­gien weit­ge­hend wir­kungs­los. Aller­dings kön­nen Sie die ver­pupp­ten Lar­ven in ihren Kokons vom Baum sam­meln, bevor sich die ers­te Gene­ra­ti­on in geschlechts­rei­fe Fal­ter ver­wan­delt (sie­he Kapi­tel vor­beu­gen­de Maßnahmen).

Zusätz­lich müs­sen Sie nun auf die zwei­te Gene­ra­ti­on war­ten. Legen Sie wie­der Phe­ro­mon­fal­len aus und ermit­teln Sie erneut den opti­ma­len Zeit­punkt zur Bekämp­fung des jüngs­ten Lar­ven­sta­di­ums. Doch wel­che Metho­den zur Bekämp­fung sind geeig­net und wirkungsvoll?

Apfelwickler wirkungsvoll bekämpfen

Es gibt unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten zur Bekämp­fung des Apfel­wick­lers. Den bes­ten Bekämp­fungs-Erfolg erzie­len Sie, wenn Sie meh­re­re Metho­den mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren. Aber ach­ten Sie dar­auf, nicht alle Metho­den sind mit­ein­an­der kompatibel.

Apfelwickler chemisch bekämpfen

Es gibt meh­re­re syn­the­ti­sche Pflan­zen­schutz­mit­tel, die gegen den Apfel­wick­ler zuge­las­sen sind. Aber Vor­sicht: Die­se Spritz­mit­tel dür­fen nur pro­fes­sio­nel­le Anwen­der mit Sach­kun­de­nach­weis anwen­den. Kei­nes die­ser Mit­tel ist im Haus- und Klein­gar­ten­be­reich zuge­las­sen, sie dür­fen nicht von Hob­by­gärt­nern ein­ge­setzt wer­den.

Apfelwickler biologisch bekämpfen

Es gibt aber eine Viel­zahl an bio­lo­gi­schen und umwelt­ver­träg­li­chen Wegen zur effek­ti­ven Bekämp­fung des Apfel­wick­lers. Dabei schüt­zen Sie nicht nur sich, Ihre Mit­men­schen sowie die Umwelt, son­dern scho­nen auch ande­re Tie­re und Pflan­zen. Ein Ver­zicht auf che­mi­sche Mit­tel soll­te Ihnen somit leichtfallen.

Apfelwickler mit Granuloseviren bekämpfen

Als ers­te effek­ti­ve und umwelt­freund­li­che Metho­de zur Bekämp­fung des Apfel­wick­lers emp­feh­len wir Apfel­wick­ler-Gra­nu­lo­se­vi­ren (Cydia pomo­nella Gra­nu­lo­vi­rus; CpGV). Unse­rer Mei­nung nach ist die­se Art der Bekämp­fung unein­ge­schränkt zu empfehlen.

Die Metho­de basiert auf einem natür­li­chen Krank­heits­er­re­ger des Apfel­wick­lers. Dabei wird ein Virus genutzt, das soge­nann­te Apfel­wick­ler-Gra­nu­lo­se­vi­rus. Die­ses 1964 in Mexi­ko ent­deck­te Virus wirkt aus­schließ­lich gegen Rau­pen des Apfel­wick­lers. Ande­re Insek­ten (z.B. Nutz­in­sek­ten wie Bie­nen) wer­den nicht befal­len und sind des­halb nicht gefährdet.

Die Rau­pen neh­men die Gra­nu­lo­se­vi­ren mit der Nah­rung auf (Blät­ter und Früch­te). Die Viren ver­meh­ren sich in den Rau­pen. Dabei ster­ben die Lar­ven inner­halb von 2 Tagen. Ein Teil der Lar­ven stirbt in einem spä­te­ren Lar­ven­sta­di­um oder in der win­ter­li­chen Ent­wick­lungs­ru­he (Dia­pau­se) ab. Die­ses redu­ziert die Popu­la­ti­on im Fol­ge­jahr zusätzlich.

Gra­nu­lo­se­vi­ren wer­den gegen die ers­te und zwei­te Gene­ra­ti­on des Apfel­wick­lers ange­wen­det. Wich­tig ist hier­bei aber zu wis­sen, dass Sie die frisch geschlüpf­ten Rau­pen erwi­schen müs­sen. Die auf den Baum aus­ge­brach­ten Gra­nu­lo­se­vi­ren drin­gen nicht in die Blät­ter und Früch­te ein. Hat sich die Rau­pe erst ein­mal tief in die Frucht gefres­sen, kommt man mit Gra­nu­lo­se­vi­ren nicht mehr wei­ter. Um den opti­ma­len Zeit­punkt zu ermit­teln, wer­den Sie auch hier Phe­ro­mon­fal­len benutzen.

Zudem müs­sen die Viren mit der Nah­rung gefres­sen wer­den, es ist ein Fraß­gift. Des­halb müs­sen Sie gründ­lich arbei­ten und die gan­ze Baum­kro­ne (Blät­ter und Früch­te) besprit­zen. Fol­gen­des soll­ten Sie beachten:

  • 7 bis 10 Tage nach dem Flug der Fal­ter aus­brin­gen (Ende April bis Anfang Juni und Juli bis August)
  • Phe­ro­mon­fal­len zur Ermitt­lung des opti­ma­len Behand­lungs­zeit­raums benutzen
  • Wir emp­feh­len 3 bis 4 Anwen­dun­gen pro Gene­ra­ti­on (maxi­mal 10 Anwen­dun­gen sind erlaubt)
  • Anwen­dung nach 8 bis 14 Tagen wiederholen
  • Nicht bei star­kem Regen anwen­den, das Mit­tel wird sonst abgewaschen
  • Gra­nu­lo­se­vi­ren ver­tra­gen kei­ne UV-Strah­lung: hohe Son­nen­ein­strah­lung vermeiden

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Biologisches Spritzmittel gegen die Obstmade

 

Apfelwickler mit Schlupfwespen bekämpfen

Eine wei­te­re bio­lo­gi­sche Art der Apfel­wick­ler-Bekämp­fung nutzt die Lebens­wei­se von Schlupf­wes­pen aus. Dabei haben sich meh­re­re Arten (Elo­dia tra­gi­ca, Tricho­gram­ma ene­ca­tor, Asco­gas­ter qua­driden­ta­tus und Hys­so­pus pall­i­dus) auf die Lar­ven des Apfel­wick­lers als Wirt spe­zia­li­siert. Die Lar­ven wer­den von den Schlupf­wes­pen parasitiert.

Das Prin­zip ist ein­fach: Apfel­wick­ler-Lar­ven die­nen den her­an­wach­sen­den Schlupf­wes­pen-Lar­ven als Nah­rung. Dafür inji­zie­ren die weib­li­chen Wes­pen ihre Eier mit Hil­fe einer Lege­röh­re in oder auf eine Apfel­wick­ler-Lar­ve. Eine weib­li­che Schlupf­wes­pe kann im Lau­fe ihres Lebens bis zu 120 Apfel­wick­ler-Eier para­si­tie­ren. Im Innern der Obst­ma­de wächst dann die Schlupf­wes­pen-Lar­ve her­an und frisst wäh­rend­des­sen die Obst­ma­de auf.

Sie kön­nen Schlupf­wes­pen-Lar­ven in para­si­tier­ten Wirts-Eiern im Han­del erwer­ben. Die para­si­tier­ten Eier wer­den auf Papp­kärt­chen plat­ziert und ver­schickt. Die Kärt­chen kön­nen Sie nun in den befal­le­nen Obst­baum auf­hän­gen. Der opti­ma­le Zeit­punkt zur Plat­zie­rung der Kar­ten ist ab April bis Juni und soll­te 3‑wöchentlich bis zu 4‑mal wie­der­holt werden.

Sobald die Schlupf­wes­pen geschlüpft sind, begin­nen sie mit ihrer Suche nach einem Wirt. Schlupf­wes­pen sind wah­re Spür­hun­de und effi­zi­ent im Auf­fin­den von Apfel­wick­ler-Lar­ven. Selbst in kleins­ten Rit­zen wer­den sie noch fün­dig. Des­halb ist die­se bio­lo­gi­sche und 100% che­mie­freie Bekämp­fungs­me­tho­de erfolgreich.

Nematoden gegen Apfelwickler

Als wei­te­re umwelt­freund­li­che und bio­lo­gi­sche Art der Apfel­wick­ler-Bekämp­fung bie­ten sich unse­re Nema­to­den der Art Stei­nern­ema fel­tiae an. Sie sind eben­falls auf die Lar­ven des Apfel­wick­lers spe­zia­li­siert und para­si­tie­ren die­se für ihre eige­ne Ver­meh­rung. Sie kön­nen aber auch zur Bekämp­fung von Trau­er­mü­cken oder Amei­sen ein­ge­setzt wer­den. Da SF-Nema­to­den nur auf weni­ge Wir­te spe­zia­li­siert sind, stel­len sie kei­ne Gefahr für Mensch, Tier oder Pflan­ze dar.

Die­se unter einem Mil­li­me­ter klei­nen Nema­to­den (auch Älchen oder Faden­wür­mer genannt) leben natür­li­cher­wei­se im Boden. Sie drin­gen über die Haut oder über Kör­per­öff­nun­gen in die Apfel­wick­ler Lar­ve ein und geben Bak­te­ri­en ab, wel­che den Schäd­ling in etwa 3 Tagen zum Abster­ben brin­gen. Die Nema­to­den ver­meh­ren sich in den Wirts­lar­ven und wan­dern anschlie­ßend in die Umge­bung ab, wo sie neue Lar­ven infizieren.

Das Pro­blem ist, dass Nema­to­den und Apfel­wick­ler-Lar­ven zusam­men­ge­bracht wer­den müs­sen. Das Wet­ter muss stim­men, und die Lar­ven müs­sen auf­find­bar sein. Nema­to­den reagie­ren sen­si­bel auf nicht opti­ma­le Bedin­gun­gen. Sie brau­chen viel Feuch­tig­keit, damit sie die Apfel­wick­ler-Lar­ven auf­fin­den kön­nen. Es darf auch nicht zu kalt sein, denn unter 8 °C sind Nema­to­den der Art Stei­nern­ema fel­tiae nicht mehr aktiv. Zudem ver­tra­gen sie kein Son­nen­licht.

Da Nema­to­den so emp­find­lich sind, kann man sie nur sel­ten im Som­mer aus­brin­gen. Bes­se­re Bedin­gun­gen bie­ten wol­ken­ver­han­ge­ne, feuch­te Aben­de nach der Apfel­ern­te im Herbst (ab Sep­tem­ber) bis in den Febru­ar hin­ein. Min­des­tens 12 – 24 Stun­den lan­ge Peri­oden mit Nie­sel­re­gen oder Hoch­ne­bel sind per­fekt. Die­se Zeit brau­chen Nema­to­den zum Fin­den und Infi­zie­ren ihres Wirts.

Im Som­mer sind die Obst­ma­den gut geschützt im Apfel ver­steckt. Aber im Herbst kom­men die voll­ge­fres­se­nen Lar­ven her­aus und suchen sich einen Über­win­te­rungs­platz am Baum­stamm. Dort kön­nen die noch nicht ver­pupp­ten Lar­ven gut von den Nema­to­den auf­ge­fun­den und infi­ziert werden.

Alles was Sie tun müs­sen, ist, die Stäm­me der Obst­bäu­me (und ggf. Stütz­pfäh­le oder ande­re Unter­schlupf­mög­lich­kei­ten) mit einer Nema­to­den Lösung zu besprü­hen. Ist es doch zu tro­cken, wie­der­ho­len Sie die Behand­lung meh­re­re Male inner­halb einer hal­ben Stunde.

Verwirrmethode gegen Apfelwickler

Bei die­ser Stra­te­gie wird das Paa­rungs­ver­hal­ten der Apfel­wick­ler aus­ge­nutzt. Um vom männ­li­chen Fal­ter gefun­den zu wer­den, sen­det das Weib­chen spe­zi­el­le Duft­stof­fe aus. Die­se soge­nann­ten Phe­ro­mo­ne oder Sexu­al­lo­ck­stof­fe kön­nen künst­lich her­ge­stellt werden.

In Ihrem Gar­ten oder auf der Obst­wie­se kön­nen Sie nun ver­stärkt die­se Lock­stof­fe aus­brin­gen. Die Flä­che wird dadurch mit dem Phe­ro­mon über­flu­tet. Die männ­li­chen Apfel­wick­ler rie­chen über­all Weib­chen, aber fin­den kön­nen sie die­se nicht mehr. Der Paa­rungs­er­folg wird dadurch deut­lich redu­ziert, unter opti­ma­len Bedin­gun­gen bis zu 90 %. Das ist das Prin­zip der Ver­wirr­me­tho­de.

Die Phe­ro­mo­ne wer­den in Kap­seln (Dis­pen­ser) oder auf ande­ren Trä­ger­ma­te­ria­li­en in die Bäu­me gehängt. Wich­tig ist hierbei:

  • Damit die Ver­wir­rung erfolg­reich ist, müs­sen grö­ße­re Gebie­te mit einer hohen Duft­stoff­kon­zen­tra­ti­on abge­deckt sein. Die Chan­ce der Partn­er­fin­dung wird so redu­ziert. Ein­zel­ne Bäu­me sind nicht aus­rei­chend. Im Gar­ten oder Schre­ber­gar­ten soll­ten Sie Ihre Nach­barn mit in die Bekämp­fung ein­be­zie­hen. Bei einem Hekt­ar wer­den etwa 500 bis 1000 Dis­pen­ser benötigt.
  • Die Lock­stoff-Ver­tei­ler (Dis­pen­ser) müs­sen recht­zei­tig — etwa eine Woche vor Flug­be­ginn — ver­teilt wer­den. Nur kann sich die Duft­wol­ke aus­rei­chend aufbauen.
  • Der Befalls­druck darf nicht zu hoch sein. Sind zu vie­le Fal­ter da, dann fin­den sich die Männ­chen und Weib­chen trotz Verwirrmethode.
  • Der opti­ma­le Auf­hän­gungs­ort der Dis­pen­ser ist im Schat­ten. So funk­tio­nie­ren sie eine län­ge­re Zeit.

Hausmittel gegen Apfelwickler

Zum Schluss möch­ten wir Ihnen noch ein alt­be­währ­tes Mit­tel vor­stel­len, die selbst her­ge­stell­te Wer­mut­jau­che als natür­li­ches Spritz­mit­tel gegen Apfel­wick­ler. Wer­mut­jau­che ent­steht aus der Gärung von Pflan­zen­tei­len in Was­ser. Die im Wer­mut ent­hal­te­nen Wirk­stof­fe wer­den extra­hiert und sind sehr wir­kungs­voll gegen Apfelwickler.

Neh­men Sie 300 Gramm fri­sche Wer­mut­blät­ter und zer­ha­cken Sie die­se. Geben Sie den Wer­mut in 10 Liter Was­ser und las­sen Sie das Gemisch 10 — 14 Tage bei Son­nen­ein­strah­lung gären. Umrüh­ren nicht ver­ges­sen. Ist die Gärung been­det, fil­tern Sie die fer­ti­ge Jau­che durch ein Sieb. Die­se Wer­mut­jau­che kön­nen Sie idea­ler­wei­se im Früh­som­mer mit einem Gar­ten-Sprüh­ge­rät an die befal­le­nen Bäu­me ausbringen.

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